CEDAW-Vertragsstaaten wählen neue Ausschuss-Mitglieder
Am 26. Juni 2026 kamen die Vertragsstaaten der UN-Frauenrechtskonvention zusammen, um 12 neue Mitglieder für den Ausschuss zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau neu zu wählen.
Alle vier Jahre treffen sich die 189 Vertragsstaaten (also die Staaten, die die UN-Frauenrechtskonvention unterzeichnet und ratifiziert haben) im Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York.
Dort werden unter anderem neue Mitglieder für den Ausschuss zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau (CEDAW-Ausschuss) gewählt. Der Ausschuss kontrolliert die Umsetzung der Konvention durch die Prüfung der Staatenberichte und veröffentlicht regelmäßig Allgemeine Empfehlungen (General Recommendations), die die Artikel und Bestimmungen aus der Konvention konkretisieren. Er ist mit 23 Expert*innen besetzt, die von ihrem Heimatstaat vorgeschlagen und in geheimer Wahl von den Vertragsstaaten für vier Jahre gewählt werden. Die Ausschussmitglieder sind unabhängig und nicht an Weisungen ihres Heimatstaates gebunden.
Ende des Jahres, am 31. Dezember 2026, laufen zwölf der insgesamt 23 Mandate aus, sodass für die freiwerdenden Sitze nun neu gewählt werden musste. Aus insgesamt 21 Kandidat*innen wurden 12 Menschen gewählt, die nun bis zum Jahr 2031 im CEDAW-Ausschuss für eine konsequente Umsetzung der Frauenrechtskonvention weltweit eintreten werden.