Gemeinsam gegen Antifeminismus: Arbeitsplenum der CEDAW-Allianz Deutschland
Am 3. November 2026 kamen die Mitgliedsorganisationen der CEDAW-Allianz Deutschland in den Räumlichkeiten der Bundesstiftung Gleichstellung in Berlin zum zweiten Arbeitsplenum in diesem Jahr zusammen.
Neben Berichten aus den verschiedenen Arbeitsgruppen, der Koordinationsstelle und der Trägerorganisation wurde unter anderem über Mitgliedsanträge abgestimmt. Mit KONE, Lessan und Cênî wurden drei Vereine einstimmig als neue Mitglieder der Allianz bestätigt, die sich engagiert für Frauenrechte einsetzen und wichtige Arbeit in den Bereichen Gewaltfreiheit, Empowerment und Friedensarbeit leisten.
Im Anschluss an die Abstimmungen tauschten sich die Teilnehmenden über die zunehmenden Herausforderungen organisierter antifeministischer Angriffe auf Gleichstellungsarbeit aus. Nach einem Input von Wiebke Eltze teilten die Anwesenden ihre Erfahrungen mit Antifeminismus. Sie zeigten sich besorgt über gesamtgesellschaftliche Diskursverschärfungen, die Funktion von Antifeminismus als Brückenideologie zwischen religiösen, konservativen und rechtsextremen Akteur*innen und die politisch-institutionelle Missachtung des Themas. Doch klar wurde auch: Es gibt bereits umfassendes zivilgesellschaftliches Wissen und auch Handlungsstrategien zum Umgang mit antifeministischen Angriffen.
Eines vor allem wurde wieder einmal deutlich: Um den aktuellen politischen Herausforderungen zu begegnen und selbstbewusst und proaktiv Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit einzufordern, braucht es starke Netzwerke. Umso wertvoller sind Gelegenheiten zu Austausch und Vernetzung, wie sie auch die CEDAW-Allianz Deutschland bietet.
Das Arbeitsplenum der CEDAW-Allianz findet zweimal jährlich statt – abwechselnd online und in Präsenz – und ist der Ort, an dem die Delegierten der Mitgliedsorganisationen über die gemeinsame Arbeit entscheiden.