Kampf für Frauenrechte – Unser Jahresrückblick auf 2025
2025 war für die CEDAW-Allianz Deutschland ein Jahr intensiver fachpolitischer Arbeit, neuer Formate und wichtiger Begegnungen – online wie offline. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen, Unterstützer*innen und politischen Partner*innen haben wir zentrale frauen- und gleichstellungspolitische Themen sichtbar gemacht, diskutiert und auf Bundesebene eingebracht. Ob im Austausch mit Politik und Verwaltung, durch Veranstaltungen, Workshops oder Öffentlichkeitsarbeit – unser Ziel blieb das Gleiche: Die konsequente Umsetzung der UN-Frauenrechtskonvention in Deutschland voranzubringen.
Das Jahr startete mit dem Bundestagswahlkampf zur vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar. Dazu wurden die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien verglichen und der Koalitionsvertrag analysiert sowie zentrale Forderungen an die neue Bundesregierung veröffentlicht.
Der Online-Workshop Arbeitswelt am 22. Mai beschäftigte sich mit dem Thema „Diskriminierungsfreiheit in der Arbeitswelt mit der UN-Frauenrechtskonvention“. In diesem Workshop wurde CEDAW kommunalen Akteur*innen aus Politik, Justiz und Verwaltung nähergebracht und diskutiert, wie die Schutzbestimmungen aus der Frauenrechtskonvention effektiv für die Arbeitswelt genutzt werden können.
Am 5. Juni fand das erste Arbeitsplenum der CEDAW-Allianz online statt. Gemeinsam haben die Mitglieder das Statut aktualisiert und sich untereinander über die eigene Arbeit ausgetauscht.
Ein zweiter digitaler Workshop mit dem Titel „Diskriminierungsfreiheit und politische Teilhabe in der UN-Frauenrechtskonvention“ fand am 11. Juni 2025 statt. Dort beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Möglichkeiten der gleichberechtigten politischen Teilhabe von Frauen und CEDAW als Instrument, diese zu verbessern.
Im Sommer machte die CEDAW-Allianz im Rahmen einer Social-Media-Kampagne anlässlich des 40-jährigen Inkrafttretens der Frauenrechtskonvention in der Bundesrepublik deutlich: Frauenrechte sind #deingutesRecht und und #keinPrivileg. Auf Instagram und LinkedIn wurden Beiträge der Mitgliedsorganisationen und bekannter Frauenrechtler*innen geteilt. Denn seit dem 9. August 1985 ist die UN-Frauenrechtskonvention CEDAW geltendes Recht in Deutschland.
Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte lud die CEDAW-Allianz am 8. September zu einer digitalen Veranstaltung „Gewaltschutz als Menschenrecht im digitalen Zeitalter“ ein. Frank Schwabe, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz bekannte sich in seinem Impulsvortrag zu einem starken digitalen Gewaltschutz und betonte, digitale Gewalt gegen Frauen sei ein Menschenrechtsthema.
Das zweite Arbeitsplenum brachte am 5. November die Mitglieder der CEDAW Allianz in Berlin zusammen. Dort wurde unter anderem die Geschäftsordnung aktualisiert und der Umgang mit aktuellen politischen Herausforderungen beraten.
Beim anschließenden parlamentarischen Frühstück am 6. November unter Schirmherrinnenschaft von Mechthild Heil (MdB CDU/CSU) und Saskia Esken (MdB SPD) brachten die Mitglieder der CEDAW-Allianz ihre Arbeit und die Relevanz der Frauenrechtskonvention Abgeordneten aller demokratischen Parteien näher. Die Bundesverfassungsrichterin a.D. und Präsidentin des djb Prof. Dr. Susanne Baer wies in Ihrem Impulsvortrag unter anderem auf die Wichtigkeit des Völkerrechts hin und machte deutlich: Gleichstellungspolitik muss Kernbestand demokratischer Rechtsstaatlichkeit sein.
Das Jahr endete mit einem weiteren Höhepunkt: Am 12. Dezember lud Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Karin Prien zu einer Festveranstaltung anlässlich 40 Jahren CEDAW in der Bundesrepublik ein. Auch viele Mitglieder der CEDAW-Allianz waren vor Ort, um über erreichte Fortschritte und weiterhin bestehende Herausforderungen zu diskutieren. Zudem wurde auf der Veranstaltung die aktuelle Publikation der CEDAW-Allianz vorgestellt, eine Broschüre, die den Text der UN-Frauenrechtskonvention als handliches Nachschlagewerk zur Verfügung stellt.
Wir blicken dankbar auf ein Jahr zurück, das von Engagement, Vernetzung und sichtbarem Fortschritt geprägt war. Gleichzeitig bleibt viel zu tun: Die vollständige Umsetzung der UN-Frauenrechtskonvention ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe, die politische Entschlossenheit, finanzielle Ressourcen und einen langen Atem erfordert. Mit unseren Mitgliedern und Partner*innen gehen wir entschlossen in das neue Jahr 2026 – für echte Gleichstellung, für ein Leben frei von Diskriminierung und für die konsequente Umsetzung der Frauenrechte in Deutschland.